Durch das Unternehmensteuerreformgesetz vom 14.08.2007 wurde das System der Besteuerung von Kapitalerträgen grundlegend geändert: Die bisher vollständig in das System der Einkommensteuer integrierte Besteuerung der Einkünfte aus Kapitalvermögen wurde abgelöst durch ein System, in dem Kapitalerträge nach Möglichkeit direkt an der Quelle anonym mit abgeltender Wirkung besteuert werden.
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, welche Folgen dieser Systemwechsel für die Frage der Erhebung von Kirchensteuer auf die durch die Änderung betroffenen Einkünfte aus Kapitalvermögen hat. Dabei werden nach einer historischen Einführung die rechtlichen Grundlagen für die Kirchensteuer und die Reichweite des Anspruchs der Kirchen auf die Erhebung von Kirchensteuer dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Historische Entwicklung der Kirchensteuer
Einführung
Kirchenfinanzierung im frühen 19. Jahrhundert
Entwicklung im 19. Jahrhundert
Weimarer Reichsverfassung
Kirchensteuer während des Nationalsozialismus
Kirchensteuer in der DDR
- Rechtsgrundlagen der Kirchensteuer
Verfassungsrechtliche Grundlagen
Konkordatsrechtliche Grundlagen
Einfachgesetzliche Grundlagen
Innerkirchliches Recht
- Anspruch der Kirchen auf Kirchensteuer und Grenzen dieses Anspruchs
Grenzen des Rechts auf Kirchensteuererhebung
Inhalt des Rechts auf Kirchensteuererhebung
- Die Kapitalertragsteuer im System des Einkommensteuerrechts
Grundzüge der neuen Kapitalertragsteuer
- Die Übergangslösung zur Kirchensteuer auf Kapitalerträge
- Die Rechtslage seit dem 1.Januar 2015
Grundlage
Automatisches Abzugsverfahren
Veranlagungsverfahren
- Rechtmäßigkeit des automatisierten Verfahrens
Verfassungsmäßigkeit des § 51a EStG
Die Rechtmäßigkeit der Heranziehung der Abzugsverpflichteten
Datenschutzrechtliche Aspekte
Kirchensteuererhebung von Nichtmitgliedern
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Der AutorLic.iur.can., Ass.,iur., Mag. rer.publ., ist Kaplan und Diözesanrichter des Bistums Fulda
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