Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Eignungsprüfung des Weihekandidaten, der Weltpriester werden möchte.
Es werden die grundlegenden Normen, aber auch die nationalen Regelungen der westeuropäischen und nordamerikanischen Bischofskonferenzen und die von den römischen Kongregationen erlassenen Instruktionen und Rundschreiben, die sich direkt oder indirekt mit der Priesterausbildung befassen, in die Darstellung einbezogen.
Detailliert und gründlich werden die positiven Eignungskriterien wie auch die Weihehindernisgründe dargestellt und umfassend erörtert.
Ein wichtiges Thema ist die Entscheidungsfreiheit des Kandidaten: Welche Faktoren können nach den Erkenntnissen der modernen Psychologie die Willensfreiheit eines Menschen erheblich beeinflussen?
Und: Welches Maß an innerer und äußerer Freiheit hat der Bischof beim Weihekandidaten einzufordern?
Diejenigen, denen die Vorbereitung oder Zulassung zur Priesterweihe obliegt, erhalten für ihre anspruchsvolle Tätigkeit ein verlässliches Instrumentarium.
Inhaltsverzeichnis
Fragestellung
Berufung und Eignung
- Der Begriff der Berufung im gegenwärtigen Sprachgebrauch
- Grundzüge einer heutigen Theologie der Berufung
- Priesterberufung und kirchliche Eignungsprüfung
- Klärung der Berufung als Aufgabe des Priesterkandidaten
und der gesamten kirchlichen Gemeinschaft
- Berufungserklärung und Eignungsfeststellung unter den derzeitigen
soziokulturellen und kirchlichen Rahmenbedingungen
Geschichtlicher Rückblick
- Konzil von Trient; Festlegung einheitlicher Mindeststandards
- Konstitution Speculatores: Einsicht in die Notwendigkeit zusätzlicher Testimonialien
- CIC 1917: Neuordnung des Weihehindernisrechts
- Zweites Vatikanisches Konzil: Neuorientierung an den Erfordernissen des pastoralen Dienstes
Die derzeit geltenden Eignungsnormen im Hinblick auf neuere Fragestellungen
- Positive Eignungskriterien
- Erfolgte christliche Initation
- Männliches Geschlecht
- Notwendige Freiheit
- Weitgehend dem Ermessen des Bischofs anheim gestellte Gesichtspunkte
- Alter
Weihehinderungsgründe
- Dauerhafte Hindernisse
- Einfache Hindernisse
Das Verfahren zur Feststellung der kanonischen Eignung des Weihebewerbers
- Grundsätzliche Überlegungen der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung
- Die vorgesehenen Skrutinien
- Die Durchführung der Skrutinien
Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung der Eignungsnormen
- Positive Eignungskriterien
- Weihehinderungsgründe
- Das Verfahren zur Feststellung der kanonischen Eignung des Weihebewerbers
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Der AutorMarius J. Bitterli, Dr. theol., Lic. iur. can., studierte Katholische Theologie in Luzern und Innsbruck sowie Kanonisches Recht in Rom und Münster. Erst ist Priester und Diözesanrichter im Bistum Basel.
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